02.06.2019
Besichtigung des Wasserwerkes am 15.5.19

Freie Wähler des Landkreises informierten sich über die Trinkwasserversorgung

Stellvertretender Kreisvorsitzender und Kreisrat Reinhard Leuschner lud die Mitglieder ein, um sich im neuen Wasserwerk in Moos über die Trinkwasserversorgung im Landkreis zu informieren. Dass das Thema „Trinkwasserversorgung“ sehr am Herzen der Bürger liegt, beweisen die vielen, fast täglichen Führungen die Werkleiter Hermann Gruber zu machen hat. Auch gestern ließ er es sich nehmen nach einer beendeten Gruppenführung die interessierten Freie Wähler Mitglieder durch das Werk zu führen und zwei Stunden lang über die Geschichte des Wasserwerkes, Wassergewinnung, Aufbereitung, Qualität und Transport des Wassers bis zu den Haushalten zu informieren. 

Dass die interessierten Besucher das Trinkwasser als oberstes Lebensmittel der Daseinsvorsorge betrachten, zeigten die vielen Fragen, die an den Werkleiter gestellt wurden. So war unter anderem die Aussage wichtig, dass sich Waldwasser für die Sicherstellung der Wasserversorgung und die Qualität des Trinkwassers für den Bürger in unserer Region verbürgt.

Mittlerweile versorgt Waldwasser in 7 Landkreisen Niederbayerns bis zu 500 000 Menschen in Haushalten mit Trinkwasser. Allein von dem neuen Wasserwerk Moos werden 15 000 Haushalte in 15 Gemeinden südlich der Donau, beginnend von Stephansposching bis Aidenbach versorgt. Neben dem Brunnenfeld in Moos, aus vier 10 Meter tiefen Brunnen, und der Trinkwassertalsperre Frauenau wird das gesamte Versorgungsgebiet mit Trinkwasser beliefert.

Auf die Frage, ob bei einer Trockenheit wie im letzten Jahr die Trinkwasserversorgung gefährdet wäre, da besonders im Bayerischen Wald die Trinkwassertalsperre Frauenau nicht mehr über genügend Wasser verfügen würde, gab Werkleiter Gruber an, dass diese Befürchtung nicht gegeben sei, da dieser Speicher über 22 Millionen cbm Wasser beinhaltet und zwei trockene Jahre leicht überstehen würde. Außerdem fließt immer wieder auch Wasser nach.

Auch Plattling wird das Trinkwasser spätestens ab Januar 2025 aus Moos beziehen müssen, da Tiefenwasser aus dem eigenen Brunnen nicht mehr gefördert werden darf und die Genehmigung nicht mehr verlängert wurde.

Auf die Frage, ob weiches Wasser später Plattlinger Versorgungsleitungen schädigen könnten, antwortete der Werkleiter, dass aufgrund wissenschaftlicher Untersuchungen bisher keine nachteiligen Erkenntnisse vorlägen.

Als Vorteile des weichen Wassers aus Moos wurden von ihm aufgezählt, dass eine Enthärtungsanlage für private Haushalte in Zukunft nicht mehr gebraucht wird und außerdem durch die geringere Dosierung von Reinigungsmittel Kosten gespart werden können. Neben dem Härtegrad wird auch der Nitratgehalt gegenüber dem bisherigen Plattlinger Wasser beträchtlich sinken.

Die Frage nach Schadens- und Störungsmeldungen hat der Werkleiter so beantwortet, dass sich Waldwasser als Versorger verpflichtet rund um die Uhr erreichbar zu sein und diese unverzüglich beheben.

Wichtig war auch zu wissen, dass Waldwasser mit den Kommunen und Initiativen aus der Bevölkerung eng zusammenarbeitet und die Trinkwasserversorgung als wichtige kommunale Aufgabe ansieht.